Pressemitteilung
28.06.2018, 14:40 Uhr
ViP haben Personalentwicklungen verschlafen und müssen im Kampf um Fachkräfte besser werden
Pressemitteilung von Götz Friederich

Aufgrund der aktuellen Personalsituation bei den Verkehrsbetrieben Potsdam GmbH habe ich, das Gespräch mit den ViP-Geschäftsführern Martin Grießner und Oliver Glaser gesucht und heute den ViP vor Ort besucht.

Ich stelle fest: „Die ViP haben die Personalentwicklungen verschlafen und müssen jetzt dringend nacharbeiten. Es gilt, mit innovativen Ideen den Personalstamm zu verstärken und die Verkehrsbetriebe – im Kampf um Fachkräfte - zukunftsfest aufzustellen. Insbesondere weil die Probleme des ViP nicht erst seit heute bekannt sind, sondern strukturell die gesamte Landeshauptstadt betreffen. Immerhin hat die Geschäftsführung der ViP ihren Fehler eingestanden. Das verdient Respekt - nimmt jedoch nicht den dringenden Handlungsdruck.“

 

 

Der Personalmangel ist auf verschiedene Gründe zurückzuführen. Zum einen der demographiebedingte generelle Fachkräftemangel – der die gesamte Landeshauptstadt betrifft – sowie die positiven Entwicklungen in der Verkehrsbranche mit den erweiterten Angeboten von Busunternehmen (Fernbusse, Regionalbusse) oder dem erweiterten öffentlicher Nahverkehr in Berlin.

„Mir scheint, dass der gültige Tarifvertrag „Nahverkehr Brandenburg“ mit einem verlässlichen Gehalt zzgl. Altersvorsorge und Prämien in Potsdam nicht attraktiv ist. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die ViP auch neue Wege denken muss. Neben finanziellen Anreizen können dies bspw. Kooperationen mit städtischen Unternehmen sein. Insbesondere bei Fragen des Wohnraums könnte die ViP ihre Belegschaft unterstützen und auf Kooperationen zurückgreifen. Wir brauchen einen funktionierenden und zukunftsfähigen Verkehrsbetrieb in Potsdam. Dies sind wir den Potsdamerinnen und Potsdamern schuldig.“