Pressemitteilung
20.06.2018, 11:44 Uhr
Neuer Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt Potsdam
Friederich: Verkehr in Potsdam visionär und modern denken
Zum vorgestellten Nahverkehrsplan der Stadt meint Götz Friederich:

Die vorgestellten Ideen für die Verbesserung des Nahverkehrs enthalten viel gute Ideen und Ansätze. Wir müssen jedoch großräumiger denken, mit visionären Ansätzen und unter Ausnutzung moderner Technologien.

Wir brauchen:

1. ein digitales Verkehrsmodell, das die Stadt und das Umland umfasst und mit dem wir die Verkehre in Potsdam, nach Potsdam, von Potsdam, im Umland und im Großraum simulieren können. Damit können wir alle Situationen darstellen, wie z.B. die Auswirkungen neuer Wohn- und Gewerbegebiete sowie neuer sozialer Infrastrukturen und darüber hinaus auch die aktuelle Situation auf einer breiten ständig wachsender Datenbasis bewerten.
 2. Wir müssen die Pendlerbewegungen analysieren und dann organisieren. Dabei müssen wir uns mit den großen Arbeitgebern zusammensetzen und ohne Vorbehalte alle Möglichkeiten der Berufsverkehre erörtern. Hier sehe ich großes Potential, den Verkehr zu verringern.

3. Wir müssen großräumig in enger Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden rasch für attraktive „Park and Ride“ Angebote sorgen und die vorhandenen Schienenwege mit allen vorhandenen sowie reaktivier- und erweiterbaren Haltepunkten aktivieren. Dabei müssen wir auch weitere Knotenpunkte schaffen, von denen und zu denen ÖPNV und Individualverkehre geleitet werden können.

4. Im weiteren Innenstadtbereich müssen wir die Ausnutzung des vorhandenen Verkehrsraums optimieren und ohne Einschränkungen oder der gerne benutzten Ausrede „damit sind wir durch“ auch über neue Wege oder schon einmal verworfene - wie einem Ringverkehr um die Innenstadt - nachdenken. Ein weitgehend autofreies Zentrum können wir uns durchausvorstellen. Gezielter Einsatz moderner und innovativer Technik und Methoden ist dabei ein „Muss“. Das digitale Verkehrsmodell wird uns dabei helfen.

5. In den Wohnbereichen der Innenstadt muss der ruhende Verkehr so organisiert werden, dass die Anwohner zu ihrem Recht kommen und die ausgewiesenen Parkzonen für sie ein Vorteil sind.

6. Den ÖPNV weiter zu verbessern ist wohl selbstverständlich und auch die Nutzung der Bahngleise z.B. zwischen Marquardt und Griebnitzsee durch eine „Citybahn“ sollte ein Thema sein und untersucht werden.“

Ein fließender und gut organisierter Verkehr ist Lebensqualität und ein Markenzeichen für eine moderne Stadt. Potsdam kann das und ich werde mich mit Nachdruck und ohne Vorbehalte dafür einsetzen.