Pressemitteilung
30.09.2017, 17:59 Uhr
Wer zieht zuerst?
PNN vom 30. September 2017
Ein Jahr noch. Ziemlich genau sogar. Ende September, spätestens aber im Oktober 2018 dürfte feststehen, wer Potsdam in den nächsten acht Jahren regieren wird. Und dieser Oberbürgermeisterwahlkampf hat das Zeug, der spannendste seit Langem zu werden. Das Rennen scheint offen wie nie. Die SPD, die seit 27 Jahren ununterbrochen den Rathauschef in der Landeshauptstadt stellt, ist angeschlagen. Bei der Bundestagswahl wurde sie mit dem schlechtesten Zweitstimmenergebnis seit der Wiedervereinigung abgestraft. Und trotz herber eigener Verluste wittern die anderen Parteien ihre Chance. So könnte sich der Wettlauf um die Wählergunst diesmal zu einem echten Dreikampf mausern – zwischen SPD, Linken und, angesichts der Verschiebungen in den vergangenen Jahren, auch CDU. „Als Erstes ist die Partei am Zuge, die den Amtsinhaber stellt“, formuliert es Potsdams CDU-Kreischef Steeven Bretz, der auch Generalsekretär der Landes-CDU ist. „Wir führen derzeit mit sehr vielen potenziellen Kandidaten Gespräche“, sagt Bretz salomonisch. „Dazu gehören auch überregional bekannte Namen.“ Allerdings weiß man auch in der Union, dass für einen erfolgreichen Sturm auf das „rote Rathaus“ ein Kandidat nötig ist, der Potsdam kennt und hier verwurzelt ist.