Aktuelle Standpunkte
Sozialen Wohnungsbau in Potsdam verstärken

Potsdam ist eine lebenswerte und beliebte Stadt, die Einwohnerzahl steigt regelmäßig stärker als die Prognosen voraussagen. Gleichzeitig ist das Problem der steigenden Mieten und Wohnungsknappheit seit einigen Jahren permanent in der Diskussion. Auch die Landesregierung hat mehrmals auf den Bedarf einer Verbesserung des Wohnungsangebots hingewiesen, zuletzt beispielsweise im Bericht „Wachstumschancen für das ganze Land Brandenburg nutzen“ (LT-DS 6/7458).

 

Zwar wird nun in Potsdam richtigerweise vermehrt auf den Wohnungsneubau gesetzt, wie beispielsweise mit der Erschließung des Wohnviertels in Krampnitz, doch spielen hier vorwiegend private Investoren eine Rolle. Schaut man sich die Zahl der öffentlich geförderten Neubauwohnungen in Potsdam an, fällt auf, dass hier seit 2012 lediglich im Jahr 2015 48 Wohneinheiten fertiggestellt wurden. In den anderen Jahren wurden die bereitgestellten Fördermittel für die Sanierung und Instandsetzung verwendet (LT-DS 6/7151; LT-DS 6/2847).

 

Die aktuelle Wohnraumförderung im Land Brandenburg ist fehlkonstruiert, denn zinsverbilligte Darlehen bieten in der aktuellen Marktlage kaum einen Anreiz, um auf sozialen Wohnungsbau zu setzen. Es braucht eine adäquate Förderung, um dem Wohnraumbedarf Potsdams als wachsender Stadt gerecht zu werden (z.B. Einbeziehung der Wohnraumförderung für Studentenwohnungen).

 

Die CDU Potsdam fordert daher den Oberbürgermeister auf,

 

  • sich bei der Landesregierung für eine strukturelle Verbesserung der Landesförderung für Wohnungsbau einzusetzen
  • zusammen mit den Wohnungsunternehmen Pläne zu entwickeln, wie die Wohnungssituation in Potsdam verbessert werden kann, insbesondere mit dem Fokus auf sozial verträglichen Wohnraum
  • auch bei privaten Großinvestitionen auf einen Mindestanteil an sozial verträglichem Wohnraum zu achten (z.B. Bebauung Krampnitz)
den Anteil kleiner Neubauwohnungen (1-2 Zimmer) zu erhöhen