Aktuelle Standpunkte
„Defis“ – wo sind sie?

Pro Jahr sterben in Deutschland rund 65.000 Menschen an plötzlichem Herztod. Wenn es um Herzkreislaufstillstand geht, zählt jede Minute, wie das Deutsche Rote Kreuz immer wieder betont. Ein Defibrillator kann Leben retten – wenn er schnell zugänglich ist.

Was nur wenige wissen: In Potsdam gibt es 16 öffentliche Geräte, die auch von Laien bedient werden können. Die Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) – es könnten mehr sein - hängen an einigen Orten in unserer Stadt. Sie sprechen und geben genaue Anweisungen. Doch wo sie sich befinden, darüber gibt es kein Standortverzeichnis, obwohl die Geräte durchaus als sinnvoll erachtet werden. Das Rathaus selbst wird im Januar 2018 sechs „Defis“ anschaffen und in der Stadtverwaltung und im Naturkundemuseum aufhängen.

Ärzte des Bergmann-Klinikums und des DRK dringen auf ein zentrales, verpflichtendes Register über die Anzahl und die Standorte der Geräte und halten ein solches Portal für eine lebensrettende Selbstverständlichkeit. Das Bergmann-Klinikum behandelt nach eigenen Worten im Schnitt zwei bis drei reanimierte Patienten. 

Die Stadt Brandenburg/ Havel ist mehrere Schritte weiter. Für weniger als halb so viele Einwohner gibt es mehr als 30 öffentliche Geräte. Die Standorte sind auf der Homepage der Stadtverwaltung  aufgezeichnet.

Die CDU Potsdam fordert daher die Stadtverwaltung auf,

die Aufhängung der städtischen AEDs im Januar 2018 zum Anlass zu nehmen, ein zentrales, verpflichtendes Register über alle öffentlich zugänglichen Defibrillatoren zu erstellen und publik zu machen.

mit den Potsdamer Kliniken und dem DRK ein Konzept zu erstellen, wie die Anzahl der öffentlich verfügbaren AEDs in Potsdam erhöht werden kann.