Aktuelle Standpunkte
Jugendberufsagentur gründen

Gemäß dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung aus dem Jahr 2013 sollen in ganz Deutschland flächendeckend Jugendberufsagenturen (JBA) aufgebaut werden. In Brandenburg gibt es insgesamt sechs JBAen, in Potsdam existiert bisher noch keine. Die Agentur für Arbeit Potsdam ist lediglich Kontaktstelle für die JBA in Luckenwalde und Zossen.

 

Zur Schaffung einer JBA ist die Beteiligung von drei Kerninstitutionen Voraussetzung. Das sind die Agentur für Arbeit, das Jobcenter und das Jugendamt. Die Zielgruppe sind Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf an der Schwelle zwischen Schule und Berufsausbildung bzw. Beschäftigung.

 

Die Bedingung der Bundesagentur für Arbeit ist: Es muss eine Kooperationsvereinbarung mit einer Festlegung konkreter mittel- bis langfristig angelegter Ziele vorliegen und mit konkreten Aktivitäten untersetzt sein.

Den kreisfreien Städten in Brandenburg wird ein One-Stop-Government-Ansatz empfohlen, d.h. die Angebote der Bündnispartner sind unter einem Dach erreichbar.

Mit Blick auf die erfolgreiche Integration (auch zugewanderter) junger Menschen in die Berufswelt ist eine passgenaue Unterstützung der Jugendlichen erforderlich.

 

Die CDU Potsdam fordert daher den Oberbürgermeister auf,

 

- die Initiative gemeinsam mit dem städtischen Jugendamt, dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit Potsdam zur Einrichtung einer Jugendberufsagentur zu ergreifen

- eine Kooperationsvereinbarung zwischen den beteiligten Bündnispartnern als Voraussetzung für eine JBA mit dem Open-Government-Ansatz zu formulieren

- zu prüfen, ob weitere Potsdamer Partner für ein solches Arbeitsbündnis infrage kommen


die berufliche Integration der jungen geflüchteten Menschen in Potsdam als zusätzliches Ziel der Arbeit der Jugendberufsagentur festzulegen.