Aktuelle Standpunkte
Kriminalitätsbekämpfung der Polizei unterstützen

Die Stadtverwaltung hat vor wenigen Wochen die Potsdamer Bevölkerung flächendeckend mit ihrem Leitbild versorgt. Darin findet sich nur ein einziger Satz zum Thema Sicherheit. Dieser lautet: „Alle Menschen können sich in der Öffentlichkeit sicher und beschützt fühlen.“, und suggeriert mit wenigen Worten eine heile Welt ohne Kriminalität. Ausführungen, worauf sich diese These stützt, lässt das Leitbild vermissen. Die Fragen, ob diese Behauptung der Realität entspricht und wodurch sich die „sichere Stadt“ (Leitbild)  auszeichnet, bleiben offen.

Die Aussage des Leitbildes ist vor dem Hintergrund der aktuell veröffentlichten Kriminalitätsstatistik der Polizei für das Jahr 2016 anzuzweifeln. Die neue Statistik (wie auch die Potsdamer Kriminalitätsstatistik 2015) sagt etwas diametral anderes aus als das Leitbild der Stadtverwaltung. Die Gesamtzahl der Straftaten ist zwar um 4% zurückgegangen, verbleibt jedoch mit 16.673 Fällen auf hohem Niveau. Auffällig ist besonders die Zunahme an Gewaltdelikten, d.h. Raub, räuberische Erpressung insbesondere im Zusammenhang mit Geschäftsüberfällen, gefährliche Körperverletzung und auch Mord. Gestiegen ist auch die Zahl der Wohnungseinbrüche bei gesunkener Aufklärungsquote. Gleichgeblieben auf hohem Niveau ist die Zahl der Autodiebstähle. Erheblich gesunken ist nur die Zahl der Fahrraddiebstähle, wobei dieser Erfolg offensichtlich den verstärkten Polizeikontrollen zu verdanken ist. Diese Kontrollen sind inzwischen von der Polizei aus personellen Gründen wieder eingestellt worden.   Die CDU Potsdam fordert den Oberbürgermeister auf, 

- der Sicherheit der Potsdamer Bürger grundsätzlich einen höheren Stellenwert einzuräumen 
- eine jährliche Evaluation der Kriminalitätsstatistik der Polizei für die einzelnen Stadtteile der Stadt Potsdam vorzunehmen und zu veröffentlichen
- gemeinsam mit den Geschäftsinhabern und der Potsdamer Polizei umgehend ein Konzept für geeignete Sicherheitsmaßnahmen unter besonderer Beachtung der Null-Toleranz-Strategie zu erarbeiten und zu realisieren
- in Zusammenarbeit mit der Polizei eine Sommer-Aufklärungskampagne 2017 für die Bürger zur Verhinderung von Wohnungseinbrüchen und Fahrraddiebstählen zu starten.